Häufig gestellte Fragen (FAQ)

SonnenStromWerk | FAQ zu steckerfertigen PV-Anlagen

Balkonkraftanlagen.. ein Thema mit vielen Fragen.

Wir haben die Antworten !

1. Was ist ein Balkonkraftwerk?
 

Ein Balkonkraftwerk besteht aus einem oder mehreren Photovoltaikmodulen und einem Wechselrichter. Die Energie der Sonnenstrahlen wird in den Solarmodulen zunächst in Gleichstrom umgewandelt,  der Wechselrichter wiederum wandelt diesen Strom dann in netzkonformen Wechselstrom um und speist diesen in das Haus- oder Wohnungsnetz ein.

Die im Haus angeschlossenen Verbraucher nutzen bevorzugt den Strom des Balkonkraftwerkes, erst wenn dieser nicht ausreicht, wird die fehlende Differenz mit normalen Netzstrom von Energieversorger ergänzt.

Ein Balkonkraftwerk  dient  dem Eigenverbrauch. Sinn des  Systems ist , die Standby-Verbräuche am Tag abzudecken.


2. Warum heißt es Balkonkraftwerk?

Als die Anlagen sich rechtlich noch in einer Grauzone bewegten, stellten viele die Photovoltaikmodule bei sich einfach auf den Balkon und nutzen so die Energie der Sonne. Zu dieser Zeit wurde auch das Wort Guerilla- Anlage geprägt.

Grundsätzlich lassen sie sich die PV Module aber nicht nur am Balkongeländer, sondern auch an der Hausfassade, auf der Terrasse, auf dem Hausdach, im Garten, Carport oder auch auf der Garage anbringen.
Somit können nicht nur Hausbesitzer, sondern auch Mieter (Genehmigung des Vermieters vorausgesetzt) und Gartenbesitzer zu ihrer ganz persönlichen Energiewende beitragen .


3. Warum jetzt ein Balkonkraftwerk kaufen?

Weil ein Balkonkraftwerk die Gesamtausgaben für Strom dann erheblich senkt. Mit jeder Kilowattstunde, die Sie mit der PV-Anlage erzeugen und selbst verbrauchen, sparen Sie zwischen 24 und 30 Cent entsprechend dem Strompreis Ihres Energieversorgers.

Gerade jetzt in Zeiten von Homeoffice und Homeschooling amortisiert sich ein Balkonkraftwerk noch schneller. Zusätzlich leisten sie ihren ganz persönlichen Beitrag zur  Energiewende.


4. Was versteht man unter der Einheit Wp?

Bei der Beschreibung der Größe einer Photovoltaik-Anlage wird häufig von der Gleichstromleistung Kilowatt peak (kWp) gesprochen. Damit wird die Spitzenleistung der Anlage beschrieben, die diese unter Standardbedingungen (STC) erzielen kann. Die Bezeichnung setzt sich zusammen aus der Leistungseinheit kW und dem englischem Wort „peak“ für Spitze. Häufig spricht man auch von der Nennleistung der PV-Anlage. Die Nennleistung der einzelnen Solarmodule, aus denen die Anlage besteht, wird in der kleineren Einheit Wp (Watt peak) definiert. (Einheitsdefinition: 1 kWp = 1.000 Wp).


5. Monokristaline oder Polykristaline Solarmodule?

Monokristallin oder Polykristallin? Dünnschichtmodule oder CIGS-Technologie? Im direkten Vergleich zeigen die Modultypen individuelle Unterschiede. Monokristalline Module sind etwas teuer, aber sehr effektiv (Wirkungsgrade bis 22%), während ein polykristallines Modul im Unterschied dazu preiswerter ist, aber geringere Wirkungsgrade (17- 20%) aufweist.

Eine polykristalline Zelle sieht in der Regel auch etwas anders aus als eine monokristalline Zelle. Im Allgemeinen kann man folgendes sagen: Eine polykristalline Zelle ist blau und eine monokristalline ist meist deutlich dunkler, dunkelblau oder schwarz.

Mono Module bringen mehr Leistung auf einer kleinen Fläche als ein vergleichbares Polymodul. Das KANN ein Vorteil sein, z. B. dann wenn die Dachfläche (zu) klein ist und man so viel Leistung wie möglich darauf anbringen will. Da man diese Leistung allerdings zahlt ( und meist prozentual sogar mehr) muss dies nicht unbedingt ein Vorteil sein.

FAZIT:

  • Poly ist etwas langzeitstabiler in der Leistung als Mono
  • Mono läuft bei Schwachlicht besser als Poly
  • Poly verliert weniger Leistung bei Erwärmung als Mono
  • Mono hat mehr Leistung auf der gleichen Fläche als Poly

6. Wieviel Energie liefert ein Balkonkraftwerk?

 

Logisch, erstmal muss die  Sonne scheinen. Da die Sonneneinstrahlung in Deutschland recht unterschiedlich ist, ist der Wohnort ein wichtiger Parameter.

Zusätzlich ist es natürlich auch abhängig von der Größe und der Montageart des Kraftwerkes.
Ein nach Süden schattenfrei ausgerichtet Balkonkraftwerk liefert bei 30° Aufständerung in unseren Breiten (Standort Bad Kissingen) mehr als 1.000kWh je kWp. Das heißt eine 600Wp Anlage liefert im Jahr durchschnittlich 600- 650kWh an PV Energie ins eigene Hausnetz.
Selbst wenn dieser Strom nur zu 70% genutzt würde, würde sich bei einem Tarif von 0,30 Euro/kWh eine jährliche Einsparung von um die 130 Euro einstellen.


7. Größe des Balkonkraftwerkes?

Die Größe der Balkonkraftanlage ist natürlich unterschiedlich, wie eben auch der Standby- Verbrauch von Haus zu Haus unterschiedlich ist.
Aber selbst der größte Sparfuchs wird ja nicht beim Verlassen des Hauses den Kühlschrank ausschalten.
Wenn jedoch nun doch mehr Strom erzeugt als verbraucht wird, geht dieser Überschuss ohne Vergütung zurück ins Stromnetz

Grob kann man das wie folgt ermitteln. An einem repräsentativen Tag einfach um 10:00h und um 17:00h den Zahler ablesen.
Die Differenz der beiden kWh- Werte durch die Anzahl der Stunden (in diesem Fall 7 Stunden) teilen, ergibt den Ø Verbrauch pro Stunde in kWh.
Wenn man nun diesen Wert mit 1.000 multipliziert, erhält man die erforderliche Grösse der Balkonkraftanlage in Watt.

Beispiel: Der Zählerstand um 17:00h war 125.457,4 kWh und um 10:00h 125.453,9 kWh. Ergibt eine Differenz von 3,5 kWh.
Geteilt durch die Anzahl der Stunden (hier 7) = 0,5 kWh.

Multipliziert man diesen Wert mit 1.000 ergibt dies 500Wh. In diesem Fall würde eine 600- 700Wp Anlage völlig ausreichen, hätte sogar noch etwas Reserve falls in Zukunft weitere Verbraucher dazukommen die tagsüber Energie benötigen.


8. Wieviele Kilowattstunden verbraucht man?

Der Stromverbrauch der Haushalte variiert natürlich. Grundsätzlich kann man aber sagen das der durchschnittliche Stromverbrauch einer Wohnung bei rund 2.500 kWh liegt.
Für ein Wohnhaus werden rund 4.000 Kilowattstunden veranschlagt. Die Grundlast einer kleinen bis mittleren Wohnung liegt ungefähr zwischen 200 und 350 Watt. Diese lässt sich mit einem Balkonkraftwerk tagsüber abdecken.
In Zukunft werden sicher auch Speicher für Balkonkraftwerke bezahlbar.


9. Ausrichtung des Balkonkraftwerks?

Mit einer Neigung von 20- 35° und einer schattenfreien Südausrichtung liefert das Kraftwerk die besten Erträge.
Aber auch bei einer Anordnung der Module in Ost- Westausrichtung funktionieren solche Kraftwerke hervorragend.
Die Leistungsausbeute beträgt gegenüber der Südausrichtung ca. 85%. Dafür ist hier die Energieausbeute wesentlich homogener über den Tag verteilt.
Die Anlage erzeugt früher am Tag Strom und länger am Tag, genau dann wenn er auch vermehrt gebraucht wird.


10. Wird ein Fachmann für die Installation benötigt?

Nein, die Anlagen bis 600VA Ausgangleistung sind plug & play und können von jedem technisch Versierten aufgebaut und In Betrieb genommen werden.

Lediglich der normativ geforderte Austausch der Haushaltssteckdose (Schutzkontaktsteckdose) gegen eine spezielle Energiesteckdose, aber auch eine feste Installation muss durch eine Elektrofachkraft ausgeführt werden.


11. Wird eine spezielle Einspeisesteckdose benötigt?

Nein, wenn auch viele behaupten man darf ein Balkonkraftwerk nicht mittels Schukostecker mit dem Netz verbinden.

Das stimmt nicht, ausschlaggebend sind hier die Wechselrichter. Alle von uns angebotenen Wechselrichter sind natürlich für Deutschland zertifiziert, sonst dürfte man es überhaupt nicht auf dem Markt verkaufen.

Die Angst hinter dieser Forderung nach einer Energiesteckdose (z.B. Wieland) ist , das nach dem Ausstecken auf den Pins eines Schukosteckers weiterhin Spannung anliegt. Genau aber dies wird im Wechselrichter technisch gelöst.

In der Norm steht zwar, einspeisende Geräte dürfen nur mittels Einspeisesteckdosen ins Netz einspeisen. Hier aber muss geklärt werden, das DIN oder VDE Normen keine Rechtsnormen sind, sondern private technische Regelungen mit Empfehlungscharakter (Bundesgerichtshof 1998). Sie legen zwar technische Normen fest haben aber keinen Gesetzescharakter.

Sind die Anforderungen in dieser Norm erfüllt, so ist auch das in der VDE- AR N 4105: 2018- 11 Abschnitt 5.5.3 stehende Schutzziel als erfüllt zu betrachten.

Das genau erfüllen unsere Wechselrichter, dadurch ist die Norm nicht verletzt.

Balkonkraftanlagen dürfen demnach mittel Schukostecker ans Netz gehen, wenn der Wechselrichter einen NA Schutz (Netz- und Anlagenschutz) besitzt.

Dies wird auch mittels Zertifikat nachgewiesen.

Wenn das so ist, ist die technische Schutzeinrichtung die man braucht wieder gegeben. Man erfüllt zwar nicht exakt die Norm, aber der Wechselrichter sorgt dafür das man eine andere Schutzeinrichtung erfüllt, die dafür sorgt, das keine Spannung an den Pins nach dem Ausstecken anliegt und ist wieder erlaubt.


Dies sollte allerdings aber wieder durch eine Elektrofachkraft durchgeführt werden.
Zudem können alle Balkonkraftanlagen auch mittels Abzweigdose fest mit einem Endstromkreis verbunden werden.

12. Auf welcher Phase schließe ich mein Balkonkraftwerk an?


Das ist völlig egal, die Abrechnung des Versorgers unterscheidet nicht zwischen den Phasen, da der Zähler über alle 3 Phasen saldiert, es spielt keine Rolle auf welcher Phase (Steckdose) sie Strom einspeisen und auf welcher sie Strom verbrauchen.

13. Müssen Balkonkraftwerke angemeldet werden?


Ja und nein, eine Anmeldung ist bis 600VA (Wechselrichter- Ausgangsleistung, (hat nichts mit der installierten Modulleistung in Wp zu tun) nicht erforderlich.

Allerdings ist die Anzeige der Balkonkraftwerke beim zuständigen Energieversorger und Netzbetreiber mit einem einfachen Formular erforderlich.

Einige Energieversorger reagieren auf die Anzeige mit dem Austausch des noch üblichen Ferraris-Zählers (Zähler mit Drehscheibe) gegen einen digitalen Stromzähler mit Rücklaufsperre, um ein theoretisch denkbares Rückwärtslaufen des Stromzählers zu verhindern.

Sollen Anlagen die eine höhere Ausgangsleistung als 600VA haben, angemeldet werden, kann das nur ein beim EVU zugelassenen Elektro- Installationsbetrieb. Dieser garantiert dann auch die fachgerechte Installation.

14. Was passiert bei Stromausfall?


Alle modernen netzgeführten Wechselrichter, auch der Wechselrichter des Balkonkraftwerkes sind mit einer Freischaltstelle (ENS) ausgerüstet.

Diese Funktion verhindert, dass bei einem Abschalten des Stromes oder Stromausfall der  Wechselrichter weiter Strom liefert.

Dieser  benötigt zum Betrieb die Netzfrequenz die vom Stromnetz geliefert wird.

Ohne diese Netzfrequenz produziert das Balkonkraftwerk keinen Strom und schaltet in der Größenordnung von 200ms ab.

15. Was passiert mit dem Strom der Balkonsolaranage der nicht genutzt wird?


Nicht genutzter Strom der Balkonsolaranlage fließt ohne Vergütung ins Netz des Energieversorgers und wird möglicherweise durch ihre Nachbarn genutzt.

16. Sind steckerfertige Solaranlagen in einem vorhandenen Stromkreis zulässig?


Ja. Mit der im Mai 2018 veröffentlichten Vornorm DIN VDE V 0100-551-1 (VDE V 0100-551-1) wurde in Deutschland die Möglichkeit geschaffen, PV-Anlagen auch in einen vorhandenen Endstromkreis einzubinden.

17. Muss Mitarbeitern des Energieversorgers Zutritt zum Haushalt gewährt werden?


Nein, selbst wenn dieser die Ursachen für die stark reduzierte Strom- Rechnung prüfen möchte.
Dies müsste nur geschehen, wenn sogenannte „Gefahr in Verzug“ wäre.

Ansonsten gilt der Grundgesetz- Grundsatz der „Unverletzlichkeit der Wohnung“.

18. Wie rechnet sich ein Balkonkraftwerk?

Wir wollen das kurz an einem Beispiel einer 660Wp erklären.

Gehen wir von einer Südausrichtung und einer Einstrahlung wie bei uns in 97688 Bad Kissingen von 1050 kWh/kWp aus.

Wenn man den von der Anlage erzeugten Strom zu 100% nutzen würde, käme man bei einem Kaufpreis von 600 Euro und einer 20 jährigen Laufzeit der Anlage auf einen Tarif von ca. 4,3ct pro kWh oder eben einer Amortisationzeit von unter 3 Jahren.


19. Wie sehe ich wieviel Energie mein Balkonkraftwerk liefert?
 

Dazu gibt es diverse Energiemessgeräte oder Smart- Steckdosen die die Leistung messen können, teilweise auch App- basiert mit Grafiken für Tages-, Wochen- und Jahreserträgen.

Wir beraten sie gerne!

Da aber eher ein 60- 80% Nutzungsgrad realistisch ist, wäre der erzielbare Tarif zwischen 5,4- 7,2-ct pro kWh drin, oder eben die Amortisationszeit von 4- 5 Jahre.

Da aktuell der Strompreis bei 28- 30ct pro kWh liegt und sicher in den nächsten Jahren nicht günstiger wird, ist eine Balkonkraftananlage, neben den Umweltaspekten auch finanziell die beste Möglichkeit wie sie auf die Strompreisbremse treten können.

Die Idee ist einfach so simpel wie bestechend, hochrentabel und man entlastet die Umwelt.


20. Wo kann ich meine Balkonsolaranlage montieren?

Um ein Balkonkraftwerk anzubringen, eignen sich neben dem Balkon auch Geräteschuppen, Garagen und Fahrradhäuschen oder Fassaden und -dächer.

Einzige Voraussetzung: Sie haben die richtige Ausrichtung zur Sonne – sprich nach Süden, Westen oder Osten.
Und im besten Fall sind sie auch nie im Schatten.

Mittels geeigneten Aufständerungs- Systemen z.B. ValkBox ist auch die Aufstellung im Garten problemlos möglich.

Auch wenn die Montage einfach ist, zu beachten gilt es dennoch einiges: Vor allem als Mieter gilt, zuerst ein Blick in den Mietvertrag ist wichtig, oder einfach mit dem Vermieter sprechen.

Denn sollen Module am Balkongeländer oder an der Fassade angebracht werden, ist das eine bauliche Veränderung.
Dazu braucht es auf jeden Fall die Zustimmung des Vermieters.


21. Wie kann ich messen was meine Anlage erzeugt?

Für viele Wechselrichter der Balkonanlagen gibt es Datensticks zum Auslesen der entsprechenden Daten.

Diese werden dann über ihr Internet zum Server des Wechselrichter- Herstellers geschickt und visualisiert.

Von dort können dann die Daten wieder heruntergeladen und angezeigt werden.
Da die Sticks relativ teuer für eine einzige Anlage sind, empfehlen wir die Daten mittels anderen Messmethoden zu erheben.

Eine Möglichkeit wäre beim Besitz eines Routers Fritzbox mit DECT Standard, über eine AVM Fritz Smartsteckdose (AVM Fritz!DECT 200 oder 210), diese misst die aktuelle Leistung und speichert die erzeugte Energie pro Tag/ Woche/ Monat und Jahr und erstellt entsprechende Balkengrafiken.

Unabhängig einer Fritzbox, ist das auch mit vielen Smart Steckdosen möglich die neben einer Schaltfunktion auch ein Messfunktion haben.
Diese WiFi Steckdosen verfügen auch über recht umfangreiche Funktionen die via App am Smartphone angezeigt und überwacht werden können.

Der kostengünstigste Weg ist ein Energiemessgerät als Zwischenstecker. Dieser zeigt auch die aktuelle Leistung und die gesamte erzeugte Energie in kWh an.
Es ist bei den Geräten aber zu achten, das sie bi- direktional arbeiten, will heißen dass sie sowohl als Verbrauchs- als auch als Einspeisezähler arbeiten.

Den Komfort, die Werte mittels Mobilphone abzurufen oder speichern zu können, entfällt bei dieser Lösung allerdings.


Wenn Sie Fragen zu  MiniPV-Anlagen bzw. zu Balkonkraftwerken haben, schreiben Sie uns einfach hier.
Alternativ können Sie uns gerne bei unter 
0971 - 785 549 46 oder per Mail unter info@sonnenstromwerk.de kontaktieren.


 

 


 

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